Reportagen, Gedanken und anderes...


"Biography" Ernst Jandl - Ein Fotoprojekt

Mensch
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Danke...

2015. Geleise ausgebaut und Schienen neu verlegt. Altes durch Neues ersetzt. Das Licht bewusster wahrgenommen; aufmerksamer geworden. Man kann aus meinen Bildern immer besser sehen: So bin ich. 

 

Ein herzliches 'Danke' allen Menschen, denen ich 2015 dabei begegnen durfte, die mich vor der Kamera oder im Hintergrund begleitet haben. Ihr wart Inspiration und die Leinwand für meine Projektionen zugleich. 

 

Es ist für mich nicht selbstverständlich, dass ich das machen darf - es ist für mich ein Geschenk. Und ihr habt es mir geschenkt.

 

Danke...

2014. Noch nie so viel über die Fotografie nachgedacht. Noch nie so stetig meinen Weg gegangen. Noch nie auf so vielen Hindernissen getanzt.

 
Danke an alle, die davon ein Teil waren. Es ist für mich nicht selbstverständlich dies machen zu dürfen. Es ist für mich ein Geschenk. Und ihr habt es mir geschenkt.  
Paul


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Die Schmetterlinge der Signora Mirella Ballarin

Mit dem Vaporetto, dem Kursschiff, erreicht man von Venedig aus nach gut halbstündiger Fahrt, die Insel Burano. Auf Burano werden seit dem 16. Jahrhundert Spitzen in der aufwendigen Nadelspitzen-Technik Reticella hergestellt. Grundlage dieser Luftstickerei ist der mit der Nähnadel und dem Leinenfaden ausgeführte einfache Schlingstich (punto a festone a stuora), der die dichten, festen Formen der geometrischen Reticella ermöglicht. Heute werden auf Burano, den Touristen neben den S-förmigen Keksen, den 'Buranelli', hauptsächlich maschinengefertigte Spitzen aus Asien verkauft. Das traditionelle Stickerei-Handwerk ist auf Burano nahezu ausgestorben. 

Signora Mirella Ballarin ist eine der letzten Stickerinnen, welche noch auf der Insel lebt. Sie ist 78 Jahre alt, sitzt am offenen Fenster ihres, gegen die Via Baldassare Galuppi hin ausgerichteten Wohnzimmers und stickt. Sie stickt Schmetterlinge. Jede Woche einen, berichtet sie uns.


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28 mm Training

Mein fotografisches Sehen war bisher weitgehend durch Festbrennweiten zwischen 50 mm und 135 mm bestimmt. Ich habe mich nun entschlossen auch 'anders sehen' zu lernen - mit einem Weitwinkel-Objektiv zu trainieren. Dafür (quasi: Paul du musst!) werde ich hier in regelmässigen Abständen ein Bild aufschalten - immer das aktuelle Bild zuerst.
Für mein 28 mm Training gebe ich mir zwei Zitate mit auf den Weg: "Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist" (Henry Ford) und "Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern." (Samuel Beckett)

 

 

© Lichtbildwerker.ch Paul Simmen, Burgdorf / "Wo viel Licht ist, ist starker Schatten"" / Model: Lisa
© Lichtbildwerker.ch Paul Simmen, Burgdorf / "Wo viel Licht ist, ist starker Schatten"" / Model: Lisa
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Das Bild davor - das Bild danach, oder Ikonen stehen nicht für sich allein

Wir bewundern in Ausstellungen und Fotobüchern die Fotografien der 'grossen' Meister und reden dann über das gezeigte Bild gerne von einer 'Ikone'.

Nur zu oft vergessen wir, dass das Bild aus einer Serie von Fotografien auf dem Leuchttisch oder dem 'Contact Sheet' ausgewählt worden ist.

Vielleicht können uns diese Bilder helfen, unsere Arbeit als Fotograf auch anders zu verstehen. Nämlich primär so, dass wir Sammler sind. Sammler die mit 'leerem' Kopf auf einen leeren Film, oder eine leere Speicherkarte fotografieren und danach unser Bild auswählen.

 

ELLIOTT ERWITT: A sweatered Chihuahua, New York City, 1946
ELLIOTT ERWITT: A sweatered Chihuahua, New York City, 1946

Hier, als Anregung und zum Nachdenken, das bekannte Bild von Elliott Erwitt: "A sweatered Chihuahua, New York City, 1946". Es ist ein Bild, das uns verblüfft und uns sofort schmunzeln lässt. Ist es das Spiel mit der Perspektive und den Grössenverhältnissen? Sind wir verwirrt, weil wir uns (anders als der Hund) nicht gewohnt sind, die Welt aus dieser Perspektive zu sehen? 

Sehr rasch kommt auch die Frage auf, wie hat Elliott Erwitt das fotografiert? Eine spontane, logische Antwort wäre: Der Fotograf hat sich für die Aufnahme auf den Boden gelegt! Vielleicht sehen wir nun vor dem 'inneren Auge' den Fotografen, Auge in Auge mit dem Hündchen, am Boden liegend. Das zu Füssen einer, uns doch sehr mächtig erscheinenden, Frau.

Was wir beim Betrachten aber ausklammern ist, dass es wohl auf der Filmrolle ein Bild davor und ein Bild danach gegeben hat.  Zudem gehen wir grundsätzlich einmal davon aus, dass ein Bild genau so fotografiert worden ist, wie wir es sehen. 

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Das eigene Ding durchziehen

Hey Leute, ich wollte euch fragen was für euch Vor- und Nachteile sind, vom "eigenen Ding durchziehen" ?

"Du suchst Dir Deinen Weg gemäß der Beschaffenheit Deines Charakters, Deiner Ideen und Träume/Vorstellungen von der Welt, lässt Dich nicht beirren und einengen und kannst Dich als willengeladene Person erleben. Du wärst auch unter Menschen, die anders denken als Du, einsam, wenn Du ihnen folgen würdest. So kannst Du Dich auf Dich verlassen und wirst nicht enttäuscht. Allerdings gibt es Momente in Deinem Leben, wo Du freiwillig Deiner Beharrlichkeit nachgibst - die lernt jeder kennen, hoffentlich." 

(Neulich auf gutefrage.net gelesen)

'In the dark Garden II" / Model: Helene / © Paul Simmen, Lichtbildwerker.ch
'In the dark Garden II" / Model: Helene / © Paul Simmen, Lichtbildwerker.ch
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